Eine Abmahnung ist kein bloßer Hinweis, sondern ein rechtlich relevantes Warnsignal. Für Mieter stellt sich daher die Frage, ob – und wie – sie reagieren sollten. Für Vermieter ist die Reaktion des Mieters oft entscheidend für das weitere Vorgehen: Beobachten, erneut abmahnen oder kündigen.

Der folgende Überblick zeigt, welche typischen Reaktionen von Mietern vorkommen, welche rechtlichen Folgen sie haben können – und was Vermieter daraus ableiten sollten.

Eine Abmahnung soll Klarheit schaffen und Streit vermeiden. In der Praxis bewirkt sie jedoch häufig das Gegenteil: Sie ist unklar formuliert, rechtlich angreifbar oder sogar überflüssig. Im Kündigungs- oder Unterlassungsprozess wird sie dann zum Bumerang.

Dieser Beitrag zeigt die häufigsten Fehler bei Abmahnungen – und erklärt, warum sie Vermietern regelmäßig die rechtliche Ausgangsposition verschlechtern.

Grundsätzlich gilt im Mietrecht: Vor einer Kündigung soll der Mieter die Möglichkeit erhalten, sein Verhalten zu ändern. Dieses Leitbild spiegelt sich in der Abmahnung wider. Sie ist jedoch kein Selbstzweck. Das Gesetz kennt ausdrücklich Situationen, in denen eine Abmahnung entbehrlich ist. Die maßgebliche Rechtsgrundlage hierfür ist § 543 Abs. 3 BGB.

Landet ein Streit vor Gericht, ist die Sache klar: Das Gericht entscheidet in seinem Urteil zugleich über die Kosten und die Kostenverteilung. Oft lässt sich ein Streit jedoch außergerichtlich beilegen und dann stellt sich für Mieter und Vermieter die Frage, wer bereits eingeschaltete Anwälte zahlt.


Grundsätzlich gilt: Wer außgergerichtlich einen Anwalt beauftragt, muss ihn erst einmal bezahlen. Mieter oder Vermieter können aber verlangen, dass die Aufwendungen des eingeschalteten Rechtsanwaltes von der gegnerischen Seite gezahlt werden, wenn eine Seite mietvertragliche Pflichten verletzt hat und ein Anwalt beauftragt werden musste. Schauen wir einmal auf häufig vorkommende mietrechtliche Sachverhalte in denen ein Rechtsanwalt gerne beauftragt wird.


Die Abmahnung ist für Vermieter ein zentrales Instrument, um auf Vertragsverstöße von Mietern zu reagieren. Sie dient nicht nur dazu, ein bestimmtes Verhalten zu beanstanden, sondern ist häufig auch Voraussetzung für spätere rechtliche Schritte, insbesondere für eine Kündigung wegen Pflichtverletzung.

Formale Fehler, unklare Vorwürfe oder eine unsaubere Zustellung können jedoch dazu führen, dass eine Abmahnung im Streitfall wirkungslos bleibt. Dieser Beitrag zeigt, worauf Vermieter bei der Formulierung und beim Versand einer Abmahnung achten müssen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen.

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