Auch mit einer Betriebskostenabrechnung können Mieter bares Geld sparen, dies ermöglicht § 35a EStG. Ob Treppenhausreinigung, Gartenpflege, Hausmeisterdienste oder Wartungen – da der Mieter mit diesen Kosten über die Betriebskostenabrechnung belastet wird, kann er Teile in der Steuererklärung geltend machen und seine tarifliche Einkommensteuer somit senken.

Einkünfte aus Vermietung von Räumlichkeiten an Privatpersonen oder Gewerbetreibende führen zu verschiedenen steuerlichen Verpflichtungen. Die Angabe dieser Einkünfte in der Einkommensteuererklärung ist jedem Vermieter in der Regel klar, Unsicherheit herrscht vielmehr über die Mehrwertsteuer.

Erste Verwirrung löst ein Blick auf die Webseiten der Finanzverwaltungen aus. Hier ist die Mehrwertsteuer nicht zu finden, lediglich diverse Erläuterungen zur Umsatzsteuer werden aufgezählt. Vorweg gleich die Klarstellung: beide Begriffe werden gern als Synonyme benutzt, dies ist zwar rechtstheoretisch nicht ganz richtig, soll hier aber nicht relevant sein.

Eine Frau telefoniert in ihrem Home-Office

Das häusliche Arbeitszimmer bietet sich besonders für Freiberufler oder Arbeitnehmer an, denen der Arbeitgeber keinen festen Büroplatz zur Verfügung stellen kann. Wer sich ein Homeoffice einrichten will, sollte dies vorab mit dem Vermieter abklären.

Das Arbeiten im hauseigenen Büro, ist ein flexibles Arbeitsmodell, das zunehmend Anwendung findet. Um die technischen Geräte und die Einrichtung des Büros nicht selber tragen zu müssen, kann entweder mit dem Arbeitgeber eine Vereinbarung getroffen werden oder diese unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich abgesetzt werden. Doch kann die Mietwohnung oder jedenfalls eine bestimmte Räumlichkeit derselben auch genauso einfach zum Arbeitsplatz umfunktioniert und somit jederzeit zweckentfremdet werden?

Urteile

Treppenhaus: Überreichen Blumenschmuck muss der Mieter entfernen!

Wie im botanischen Garten kam sich ein Vermieter bei der Begehung seines Hauses vor. Eine Mieterin hatte das Treppenhaus und den Garten überreich mit Blumen und Pflanzen verschönert. Zu viel befand der Vermieter und forderte die Mieterin auf, die Blumen- und Pflanzengestecke zu entfernen. Als die nicht reagierte, klagte der Vermieter auf Entfernung und hatte Erfolg. Üppige Gestaltungs- und Blumenschmuckarrangements haben die Mieter auf Gemeinschaftsflächen zu unterlassen (Amtsgericht Münster, 38 C 1858/08).