Was viele Vermieter nicht wissen: Ist der Mieter mit den Mietzahlungen im Rückstand, dürfen sie für die rückständige Miete Zinsen verlangen. Viele Vermieter machen von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch und sie verschenken damit viel Geld. Denn nach dem Gesetz oder dem Mietvertrag ist die Fälligkeit der Miete nach dem Kalender bestimmt, weshalb ein Mieter somit automatisch in Verzug gerät, eine vorherige Abmahnung ist nicht notwendig.

§ 286 Verzug des Schuldners
(1) Leistet der Schuldner auf eine Mahnung des Gläubigers nicht, die nach dem Eintritt der Fälligkeit erfolgt, so kommt er durch die Mahnung in Verzug. Der Mahnung stehen die Erhebung der Klage auf die Leistung sowie die Zustellung eines Mahnbescheids im Mahnverfahren gleich.
(2) Der Mahnung bedarf es nicht, wenn
1. für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist, ...

gesetzliche betreuung

 

Die Vertragsbeziehung zwischen Vermieter und Mieter verändert sich, wenn der Mieter in Wohnungsangelegenheiten unter gesetzliche Betreuung gestellt wird. Doch, was ist eine gesetzliche Betreuung? Gilt sie uneingeschränkt, nur in bestimmten Bereichen und für welchen Zeitraum? Wie erfährt ein Vermieter, dass sein Mieter einen gesetzlichen Betreuer hat? Und wie sieht es beispielsweise mit der Wirksamkeit einer Mieterhöhung oder Kündigung aus?

Nach herrschender Rechtsauffassung wird eine Wohnung am letzten Tag des Mietverhältnisses zurückgegeben (BGH, NJW 1989, 451, 452: "am Tage der Beendigung des Mietverhältnisses"). Da die meisten Mietverhältnisse durch eine ordentliche Kündigung beendet werden, ist dies in der Regel der letzte Tag des Monats, da die Kündigungsfristen bis zum Ende des Monats laufen.

Nun kann es passieren, dass der Monatsletzte auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt. Viele Vermieter wissen nicht, dass sich in diesen Fällen der Rückgabetermin zu Gunsten des Mieters auf den folgenden Tag verschiebt. Ist dieser Tag ebenfalls ein Samstag, Sonntag oder Feiertag, kann sich der Rückgabetermin noch einmal um einen weiteren Tag verschieben. Ärgerlich für jeden Vermieter und auch Nachmieter, der die Mietsache nahtlos zum nächsten ersten nutzen möchte.

Pünktlich zum 01. Januar 2015 trat die Neuordnung des gesetzlichen Messwesens in Kraft. Neue oder erneuerte Warmwasser, Kaltwasser, Wärme- und Kältezähler müssen der zuständigen Eichbehörde gemeldet werden. Zuständig ist hierfür § 32 des Mess- und Eichgesetztes (MessEG). Die Verpflichtung trifft den Hauseigentümer oder die Wohnungseigentümergemeinschaft. Das hatten wir als Hausverwaltung, ich muss es zugeben, bisher nicht so auf dem Schirm. In den letzten Monaten wunderten wir uns nur über die nette Post der diversen Ablesefirmen. Hier wurde uns die neue Vorschrift näher gebracht, über die ernsten Konsequenzen der Nichtanmeldung - bis zu 20.000 Euro Bußgeld - berichtet und natürlich das Angebot unterbreitet, diese verantwortungsvolle und schwierige Tätigkeit zukünftig zu übernehmen. Natürlich nicht als Freundschaftsdienst.

In vielen Wohnungsinseraten finden sich immer öfters Wohnungsangebote inklusive Einbauküche. Das hebt den Wohnwert für den Vermieter und der Mieter spart Zeit und Geld für die Anschaffung einer neuen Küche. Viele Vermieter scheuen diese Investition jedoch, weil sie bei einer mitvermieteten Küche auch für eventuell anfallende Reparaturen zuständig sind. Wer dieses Risiko umgehen möchte, sollte über die wenig bekannte Leihe nachdenken.