Nach herrschender Rechtsauffassung wird eine Wohnung am letzten Tag des Mietverhältnisses zurückgegeben (BGH, NJW 1989, 451, 452: "am Tage der Beendigung des Mietverhältnisses"). Da die meisten Mietverhältnisse durch eine ordentliche Kündigung beendet werden, ist dies in der Regel der letzte Tag des Monats, da die Kündigungsfristen bis zum Ende des Monats laufen.

Nun kann es passieren, dass der Monatsletzte auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt. Viele Vermieter wissen nicht, dass sich in diesen Fällen der Rückgabetermin zu Gunsten des Mieters auf den folgenden Tag verschiebt. Ist dieser Tag ebenfalls ein Samstag, Sonntag oder Feiertag, kann sich der Rückgabetermin noch einmal um einen weiteren Tag verschieben. Ärgerlich für jeden Vermieter und auch Nachmieter, der die Mietsache nahtlos zum nächsten ersten nutzen möchte.

Pünktlich zum 01. Januar 2015 trat die Neuordnung des gesetzlichen Messwesens in Kraft. Neue oder erneuerte Warmwasser, Kaltwasser, Wärme- und Kältezähler müssen der zuständigen Eichbehörde gemeldet werden. Zuständig ist hierfür § 32 des Mess- und Eichgesetztes (MessEG). Die Verpflichtung trifft den Hauseigentümer oder die Wohnungseigentümergemeinschaft. Das hatten wir als Hausverwaltung, ich muss es zugeben, bisher nicht so auf dem Schirm. In den letzten Monaten wunderten wir uns nur über die nette Post der diversen Ablesefirmen. Hier wurde uns die neue Vorschrift näher gebracht, über die ernsten Konsequenzen der Nichtanmeldung - bis zu 20.000 Euro Bußgeld - berichtet und natürlich das Angebot unterbreitet, diese verantwortungsvolle und schwierige Tätigkeit zukünftig zu übernehmen. Natürlich nicht als Freundschaftsdienst.

In vielen Wohnungsinseraten finden sich immer öfters Wohnungsangebote inklusive Einbauküche. Das hebt den Wohnwert für den Vermieter und der Mieter spart Zeit und Geld für die Anschaffung einer neuen Küche. Viele Vermieter scheuen diese Investition jedoch, weil sie bei einer mitvermieteten Küche auch für eventuell anfallende Reparaturen zuständig sind. Wer dieses Risiko umgehen möchte, sollte über die wenig bekannte Leihe nachdenken. Die Vorschriften hierzu finden sich in den §§ 598 bis 606 des BGB. Egal ob Küche, Fensterrollo oder auch das Weinregal im Keller. Werden Einrichtungen mitgemietet, ist der Vermieter für den einwandfreien Zustand verantwortlich und er muss im Reparaturfall die Kosten tragen. Bei der Leihe sieht das anders aus.

Sie sind nicht von Haus aus Millionär? Die Finanzierung der Immobilie ist eng gestrickt? Dann sollten Sie als Vermieter über eine Rechtschutzversicherung nachdenken. Egal ob Mieterhöhung, Mietminderung oder Kündigung, ein Rechtsstreit geht ins Geld. Deshalb scheuen viele Vermieter den Gang vor Gericht, denn nicht versichert heißt: Sie schießen als Eigentümer erst einmal alle Kosten vor. Und glauben Sie nicht, dass Ihnen das Amtsgericht hilft an Ihr Geld zu kommen, wenn Sie den Prozess gewonnen haben. In einem Zivilprozess müssen Sie selbst schauen, dass der Mieter zahlt.

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