In praktisch allen großen Städten Deutschlands ist das Phänomen bekannt: Mietnomaden beziehen Wohnungen, ohne jemals für sie zu bezahlen und richten dabei unter Umständen erhebliche Schäden an. Für Vermieter sind sie extrem schwer zu erkennen und im Schadensfall enorm schwer wieder loszuwerden. Wir wenden uns diesem Phänomen zu und schauen auch, welche Maßnahmen Vermieter ergreifen können, um wieder die Kontrolle über die Wohnung zu erlangen.

Das Wort Verkehrssicherungspflicht ist so ziemlich jedem Bürger schon einmal begegnet. Im Bürgerlichen Gesetzbuch werden Sie den Begriff vergeblich suchen, er wurde von der Rechtsprechung entwickelt und besagt:

Derjenige, der eine Gefahrenquelle schafft oder unterhält, hat die Pflicht, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen (Sicherungsmaßnah-men) zu treffen, um Schäden anderer zu verhindern.

Die meisten Mietwohnungen werden leer an den Mieter übergeben – mit Einrichtungsgegenständen stattet sie erst später der Mieter selbst aus. Ein weitaus geringerer Teil der vermieteten Wohnungen wird im Vorfeld durch den Vermieter eingerichtet und möbliert vermietet. Allerdings kann die möblierte Vermietung gerade für Vermieter vorteilhaft sein. Insbesondere eine Vermieter-Kündigung des Mietverhältnisses fällt bei einer möblierten Vermietung nämlich oft leichter.

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