Hausverwalterin mit LaptopZeigt der Mieter einen Mangel an, sollte ein Vermieter den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern die Mängelbeseitung umgehend angehen. Umgehend angehen meint, dass der Vermieter oder ein bevollmächtiger Vertreter sich zeitnah vor Ort ein Bild von dem Schaden macht. Dabei können auch Mängel außerhalb der Wohnung beachtlich sein. Ein defekter Aufzug, eine nicht mehr funktionierende Klingelanlage oder nicht mehr hinnehmbare Lärmbelästigungen stellen Beinträchtigungen dar, die der Mieter nicht hinnehmen muss und die zu einer Mietminderung berechtigen.

Ein Klassiker aus der Mietverwaltung: Die Zentralheizung im Haus stellt zu Beginn der Heizperiode ihren Dienst mit einer Fehlermeldung ein. Bis zum Einbau einer neuen Heizung oder der erfolgreichen Reparatur vergehen zwei Wochen. Einige Mieter und Mieterinnen mindern daraufhin die Miete. Die Bewohnerin der Dachgeschoßwohnung befindet sich während des Heizungsausfalls in Urlaub und kommt erst zurück, als die Zentralheizung wieder läuft. Trotzdem mindert sie während des Urlaubs in gleicher Weise die Miete. Viele Vermieter reagieren darauf mit Unverständnis.

dieb stiehlt wertsachen aus wohnung kleinBei einem Wohnungseinbruch werden Türen oder Fenster aufgebrochen und oft stark beschädigt. In der Wohnung findet der Inhaber häufig weitere Spuren von Verwüstung. Schubladen wurden gewaltsam geöffnet, Regale umgestoßen und Hausrat liegt, wenn er nicht gestohlen wurde, oft stark beschädigt zwischen den Überresten des Mobiliars. Anders als die emotionalen Verletzungen, die der Einbruch hinterlässt, können materielle Schäden bei entsprechender Vorsorge durch Versicherungen abgemildert werden. Schauen wir uns einmal an, wer für die Beseitigung der Schäden und den Ersatz des Hausrates zuständig ist.

Handwerker repariert einen Abfluss im BadGrundsätzlich ist der Vermieter für die Instandhaltung der Wohnung verantwortlich. Er kann aber die Kosten für kleine Reparaturen und Bagatellschäden auf den Mieter übertragen.

Jedoch nur dann, wenn eine solche Vereinbarung rechtswirksam im Mietvertrag vereinbart wurde und wenn bestimmte Kriterien beachtet werden.

Mindert ein Mieter die Miete und haben die Zahlungsrückstände einen gewissen Pegel erreicht, fragen sich viele Vermieter, ob das Mietverhältnis nicht wegen der aufgelaufenen Mietrückstände gekündigt werden kann. Grundsätzlich gilt: Ist die Mietminderung gerechtfertigt, darf ein Vermieter nicht die Kündigung wegen Zahlungsrückständen aussprechen.

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