Eine Abmahnung ist formlos möglich, der Vermieter kann den Mieter also auch mündlich im Treppenhaus abmahnen. Bei einer mündlichen Abmahnung ist jedoch zu bedenken, dass der Vermieter im Streitfall nachweisen muss, dass der Mieter auch tatsächlich abgemahnt wurde. War ein Zeuge zugegen, gut! Aber wird die Person sich auch an alle Einzelheiten erinnern können? Deshalb sollte eine Abmahnung immer schriftlich erfolgen - sicher ist sicher.

Ist der Vermieter der Auffassung, dass der Mieter seine mietvertraglichen Pflichten verletzt, kann er ihn abmahnen. Abmahnen heißt, der Vermieter fordert den Mieter unter konkreter Nennung des Sachverhaltes auf, sein vertragswidriges Verhalten nicht zu wiederholen oder er setzt eine Frist, innerhalb derer das vertragswidrige Verhalten zu beenden ist.

Abmahngründe

  • Der Mieter hält sich nicht an die Ruhezeiten im Haus
  • Die Miete wird zu spät überwiesen
  • Verstoß gegen ein wirksames Haustierhaltungsverbot
  • Unerlaubte Untervermietung
  • Berufsausübung in der Wohnung
  • Ständige Ruhestörungen
  • Vertragswidrige Überbelegung der Wohnung usw.

So unterschiedlich die Fälle sind, sie stellen allesamt Vertragsverstöße dar, die der Vermieter abmahnen kann.

| Mehr von Deutsches Mietrecht

© 2020 Marsch Handelsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt)