Mietminderung möglich bei Verwahrlosung der Nachbarwohnung

Ihr Nachbar hortet den Müll in seiner Wohnung, der Hund wird auch nicht Gassi geführt? Es stinkt also zum Himmel im Haus und der Vermieter rührt sich nicht? Dann können sie die Miete mindern. So entschied es das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (213 C 94/10), als sich der Vermieter gegen die 10%ige Mietminderung seiner Mieter erfolglos zu wehren versuchte.

Einen echten Stinker hatten auch die Nachbarn einer Wetzlarer Mietergemeinschaft zu erdulden. Die Besuche der eigenen Dusche waren selten, die Wohnung wurde kaum gelüftet und der Zigarettenqualm waberte durch das Haus. Kurzerhand drohten sie dem Vermieter mit Kündigung oder Mietminderung, wenn er nicht reagiert. Und das tat der Mann, er schickte eine Abmahnung und kündigte dem Mieter. Zu Recht urteilten die Richter. Die erheblichen Geruchsbelästigungen haben den Hausfrieden erheblich gestört (AG Wetzlar, 38 C 1389/12-38).

 

Urteile

Wiesenhähnchen und ein Maß Bier sind umlegbare Betriebskosten

Es muss wohl ein Preusse gewesen sein, der in seiner Betriebskostenabrechnung über Kosten für ein halbes Wiesenhähnchen und eine Maß Bier auf dem Oktoberfest stolperte. Diesen Gutschein über einen Gesamtwert von 15,10 Euro hatte die Vermieterin dem Hausmeister der Anlage geschenkt und in der Abrechnung als anzusetzende Nebenkosten auf die Mieter umgelegt. Der gute Mann weigerte sich zu zahlen und der Streit endete vor dem Amtgericht München.

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