Müssen Betriebskosten eines Gebäudes mit Wohn- und Gewerbeeinheiten getrennt abgerechnet werden?

Nein sagt der Bundesgerichtshof, bei der Abrechnung über Betriebskosten kann, soweit die Parteien nichts anderes vereinbart haben, verzichtet werden, wenn sie hinsichtlich aller oder einzelner Betriebskostenarten nicht zu einer ins Gewicht fallenden Mehrbelastung der Wohnraummieter führen.

Der Vorwegabzug ist nur für bestimmte Mietverhältnisse im öffentlich geförderten Wohnungsbau gesetzlich vorgeschrieben (§ 20 Abs. 2 Satz 2 der Neubaumietenverordnung). Er soll verhindern, dass die Wohnungsmieter mit Kosten belastet werden, die allein oder in höherem Maße aufgrund einer gewerblichen Nutzung in gemischt genutzten Objekten entstehen. Dem Wohnungsmieter entsteht jedoch kein Nachteil, wenn er durch die Umlage der auf das Gebäude entfallenden Gesamtkosten nach einem einheitlich für alle Mieter geltenden Maßstab nicht schlechter gestellt wird als im Falle einer Voraufteilung zwischen Wohn- und Gewerbeflächen. Hierdurch wird auch dem Interesse beider Mietvertragsparteien an einer Vereinfachung der Abrechnung Rechnung getragen (BGH, Urteil vom 8. März 2006  VIII ZR 78/05).

Amazon Buchempfehlung

goldwein vermietung

Vermietung und Mieterhöhung

 

 

Taschenbuch
M&E Books Verlag
Alexander Goldwein
226 Seiten

Aus unserem Netzwerk

Kostenloser Newsletter
Einmal monatlich 4 kostenlose Infos zum Miet- und Wohnungseigentumsrecht.
Sie können den Newsletter jederzeit und kostenfrei mit einem Mausklick abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.




| Meistgelesene Artikel

© 2019 Marsch Handelsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt)
Cookies erleichtern die Bereitstellung der auf Webseiten angebotenen Dienste. Um den vollen Funktionsumfang einer Webseite zu nutzen sind Cookies oft zwingend notwendig.
Weitere Informationen Ok Ablehnen