Stromausfälle passieren regelmäßig und betreffen Privathaushalte ebenso wie gewerbliche Unternehmen. Die Unterbrechung der Stromversorgung hat verschiedene Gründe. Unwetter, technische Störungen oder ein defektes Haushaltsgerät können einen Stromausfall verursachen. Was müssen Mieter in diesem Fall beachten?
Die Ursache finden
Einen Stromausfall erkennen man meist daran, dass die Beleuchtung und elektrische Geräte nicht mehr funktionieren. Die Maßnahme ist eine Überprüfung am Sicherungskasten. Zeigen die Schalter nach unten, ist die Energieversorgung höchstwahrscheinlich unterbrochen. Für den Notfall sollte eine Taschenlampe bereitliegen. Als mobile Lichtquelle mit eigener Energieversorgung sorgt eine energieeffiziente LED-Taschenlampe dafür, dass man sich in der dunklen Wohnung zurechtfindet. LEDs sind für ihre hohe Lebensdauer und ihre Unempfindlichkeit gegenüber Stößen und Erschütterungen bekannt. Daher kommen mit LED-Lichtquellen ausgestattete Taschenlampen als Arbeitsleuchten auch auf Baustellen sowie in Betrieben zum Einsatz. Bei einem Stromausfall können batteriebetriebene Lampen vorübergehend für die notwendige Beleuchtung sorgen. Falls ein Kurzschluss am Sicherungskasten vorliegt, sollten vorsichtshalber alle daran angeschlossenen Elektrogeräte vom Netz getrennt werden. Wenn es im Kasten knistert oder Brandspuren sichtbar sind, verständigt man am besten umgehend den Vermieter oder einen Elektriker.
Den Vermieter verständigen
Der Ausfall der Stromversorgung passiert meist plötzlich und ist nicht vorhersehbar. Auf einmal geht das Licht aus, der Computer schaltet sich ab und die Herdplatte erkaltet. Handelt es sich um einen auf die eigene Wohnung begrenzten Stromausfall oder sind weitere Haushalte davon betroffen? Um einen Energieausfall nach Einbruch der Dunkelheit zu lokalisieren, reicht ein Blick aus dem Fenster. Haben die Nachbarn Licht und leuchten die Straßenlampen? Wenn die Außenbeleuchtung funktioniert, liegt die Ursache im eigenen Haushalt. Ist die Straße jedoch dunkel, lässt dies auf Probleme des Stromversorgers schließen. In diesem Fall ist Geduld angebracht. Bis die Panne behoben ist, kann es einige Stunden dauern. Für einen Stromausfall in der Mietwohnung kommen verschiedene Ursachen in Betracht. Es ist daher wichtig, den Fehler zu finden. Gehen Sie bei der Fehlersuche systematisch vor. Am besten zieht man die Stecker aller Elektrogeräte und steckt diese danach einzeln wieder ein. So lässt sich ein Defekt an einem Haushaltsgerät am besten entlarven. Falls keine Ursache gefunden wird und der Stromausfall länger anhält, sollten der Vermieter oder die Hausverwaltung verständigt werden. Nur in einem akuten Notfall und wenn der Eigentümer auch über die Notfallnummer nicht zu erreichen ist, darf ein Handwerker gerufen werden. Es ist empfehlenswert, eventuelle Schäden schriftlich zu dokumentieren oder zu fotografieren.
Sind Energieausfälle vermeidbar?
Das Zusammenleben mehrerer Parteien in einem Mietgebäude ist in Deutschland geregelt. Als Grundlage für das Verhalten der Mieter sowie der Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit dient die Hausordnung im Mietshaus. Die Inhalte sollten jedem Mieter bekannt sein. Lesen Sie sich schon bei der Unterzeichnung des Mietvertrags die geltende Hausordnung durch. Diese enthält wesentliche Vorgaben, beispielsweise zum Brandschutz sowie zum Freihalten von Fluchtwegen. Falls es öfter zu Stromausfällen in der Mietwohnung kommt, die nicht von den Bewohnern verursacht sind (defekte Elektrogeräte!) kann unter Umständen eine Mietminderung geltend gemacht werden. Dieser Anspruch setzt nachweisbare Mängel sowie eine sofortige Meldung an den Vermieter voraus. Ein lokaler Stromausfall, der auf Überlastung beruht, ist vermeidbar, indem nicht zu viele Elektrogeräte an eine einzige Mehrfachsteckdose angeschlossen werden.






