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Balkon-Knigge für die Mietwohnung

Der Balkon gehört zur Mietsache und damit zum Herrschaftsbereich des Mieters. Die übliche Möblierung ist natürlich erlaubt, die Grenze ist jedoch immer dann erreicht, wenn die Möblierung so groß und auffällig ist, dass sich damit die optische Erscheinung des Hauses erheblich ändert. Hier kann der Vermieter einschreiten. Sollten Sie den Hausmüll oder sonstigen Unrat auf dem Balkon lagern, ist der Ärger vorprogrammiert, wenn der Nachbar sich über üble Gerüche oder Ungeziefer beschwert. Wer sein Grundstück zu einer Müllhalde verkommen lässt, muss nicht nur für die Entsorgungskosten aufkommen, sondern auch mit einem Bußgeld rechnen (LG Frankfurt a. M., Urteil v. 08.06.2005, Az.: 5/33 Ns 8910 Js 219753/03 (2/04).

Wäsche trocknen auf dem Balkon

Das Trocknen von Wäsche und das Aufstellen eines Wäscheständers gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache. Daran ändert auch eine Hausordnung nichts, in der das Wäsche trocknen auf Balkon oder Terrasse untersagt wird (AG Euskirchen, Az. 13 C 663/94). Das Anbringen von Wäscheleinen sollten sie jedoch unterlassen. Sie greifen in die Bausubstanz des Gebäudes ein.

 

 

Sex und FKK

Nein, sexuelle Handlungen gehören nicht auf den Balkon, diese Entfaltung der eigenen Persönlichkeit hat nur etwas in der Wohnung zu suchen (AG Bonn, 8 C 209/09). Das nackte Sonnenbad inklusive Publikum aus der Nachbarschaft ist erlaubt, rauschte es durch den Blätterwald. Ob die Richter des Amtsgerichtes Merzig (Az: 23 C 1282/04) das wirklich so sehen, mag dahingestellt sein. In diesem konkreten Fall hatte ein Vermieter der Mieterin die fristlose Kündigung ins Haus geschickt, begründet wurde dies vom Vermieter mit der Störung des Hausfriedens. Gestört hatten sich jedoch Nachbarn, die nicht im Haus wohnten. Spitzfindig unterschieden die Richter zwischen Hausbewohnern und Nachbarn und entschieden, dass keine Störung des Hausfriedens vorliegen kann, denn der Hausfrieden bezieht sich nur auf Bewohner des von der Mieterin bewohnten Hauses. Die fristlose Kündigung wurde abgewiesen. Es kann also sehr gut sein, dass andere Amtsgerichte eine Kündigung des Mietverhältnisses zulassen, wenn sich Hausbewohner beim Vermieter beschweren.

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Rauchen auf dem Balkon

Natürlich dürfen Sie auf dem Balkon rauchen, es gilt jedoch auch hier das gegenseitige Gebot der Rücksichtnahme. Fühlt sich der Nachbar durch die Immissionen gestört, hat er einen Unterlassungsanspruch. Der Anspruch ist jedoch ausgeschlossen, wenn die mit dem Tabakrauch verbundenen Beeinträchtigungen nur unwesentlich sind.

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