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Diese Betriebskostenart wird auch gerne als „Stromkosten“ oder „Hausstrom“ bezeichnet. Im Grunde falsch, handelt es sich doch hier ausschließlich um die Beleuchtung der gemeinschaftlich genutzten Teile des Gebäudes oder der Umlagen. Um Diskussionen vorzubeugen, sollten Sie die Bezeichnungen aus der Betriebskostenverordnung verwenden.

Diese Kosten dürfen sie abrechnen

  • Kosten der Außenbeleuchtung
  • Kosten der Beleuchtung von gemeinschaftlichen Kellern, Bodenräumen, Fluren, Waschräumen.
  • Kosten für die Beleuchtung von Klingeln und Hausnummern.

Ansatzfähig sind die Grundgebühren, die Verbrauchskosten und eventuell in diese Entgelte einkalkulierte Zählermieten, wenn das ortsüblich ist.

Diese Kosten dürfen sie nicht abrechnen

  • Ersatz defekter Leuchtmittel.
  • Reparatur, Neuanschaffung bzw. Ersatz von defekten Beleuchtungsanlagen.
  • Kosten für die Beleuchtung von Flächen, die nur bestimmten Mietern zugänglich sind (mietereigene Keller oder Garagen). Diese Verbräuche müssen sie direkt mit den jeweiligen Mietern abrechnen.
  • Baustrom, Trocknungsstrom.

Welchen Verteilerschlüssel wählen?

Die Verteilung der Betriebskosten können sie nach folgendem Schema ermitteln:

  1. Gesetzliche Vorgaben
    Zuerst müssen Sie den Umlageschlüssel für die Betriebskostenart anwenden, der gesetzlich vorgeschrieben ist. Dies betrifft die Heizkosten und/oder Warmwasserkosten, die nach Verbrauch abgerechnet werden müssen.
  2. Mietvertragliche Vereinbarungen
    Existieren keine gesetzlichen Vorgaben, gilt, was zu den Betriebskosten im Mietvertrag vereinbart wurde. Können Sie mittlerweile einige Betriebskosten nach Verbrauch abrechnen, geht wieder die Verbrauchsabrechnung vor.
  3. Keine mietvertraglichen Vereinbarungen vorhanden
    Wurde kein Umlageschlüssel vereinbart, müssen Sie die Kosten nach der Wohnfläche verteilen. Auch hier gilt: Können Sie die Kosten mittlerweile verbrauchsabhängig abrechnen, geht diese Art der Kostenverteilung vor.

Betriebsstrom der Heizungsanlage

Ist kein Zwischenzähler installiert, können als Kosten für den Betriebsstrom der Heizungsanlage 3 bis 5 Prozent der Brennstoffkosten angesetzt werden. Sie sind von der Position „Kosten der Beleuchtung“ abzuziehen.

Aufzugsstrom

Der Stromverbrauch eines Aufzuges ist hoch. Wenn kein eigener Zähler installiert ist, sollte zumindest ein Zwischenzähler installiert werden. Alternativ muss eine sinnvolle Schätzung vorgenommen werden.

Sonstige Stromquellen

Hierunter fallen die Energiekosten für den Durchlauferhitzer im Keller, der das warme Wasser für die Treppenhausreinigung liefert, den Rasenmäher oder das Laubgebläse. Im Grunde sind die Kosten der jeweiligen Betriebskostenart zuzurechnen. Das dies oft nur mit einem unverhältnismäßigen Aufwand zu realisieren ist, ist die Umlage unter dem zusammenfassenden Begriff des Allgemeinstroms nach Langenberg „Betriebskostenrecht der Wohn- und Geschäftsraummiete“, 8. Auflage, Seite 41 zulässig.

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