Der Weg in ein neues Heim ist nicht selten geprägt von einer langen Suche nach passenden Wohnungen. Nicht nur Lage und Ausstattung entscheiden über die Wahl, sondern auch die finanziellen Mittel der künftigen Mieter. So ist es nicht die Miete alleine, mit der sich Interessenten vor der Unterzeichnung des Vertrages beschäftigen sollten. Auch Zusatzkosten wie Kaution, Umzugskosten und Ausgaben für Möbel und Renovierungsarbeiten gehören in die Kalkulation.

Einfamilienhaus unter einer LupeDie Wahl zwischen einem dauerhaften Mietverhältnis und dem Umzug in die eigenen vier Wände stellt sich den meisten Menschen im Laufe ihres Lebens. Die Wohnungsknappheit, vor allem in stark besiedelten Gebieten, lässt die Mieten mancherorts in schwindelerregende Höhen steigen, während die Kreditzinsen seit einer Weile auf ihrem Rekordtief verharren. Das scheinen gute Argumente dafür zu sein, den Schritt aus dem Mietvertrag in den Kreditvertrag zu wagen und das gemietete Zuhause gegen ein Eigenheim einzutauschen.

Tatsächlich entscheiden sich vor allem Menschen zwischen 30 und 40 Jahren noch häufig für den Kauf einer Immobilie. „Langfristig sparen und in Wohneigentum investieren“ lautet der Wunsch, der hinter dieser Entscheidung steht. Dabei gibt es durchaus gute Argumente, die für ein langfristiges Mietverhältnis sprechen und nicht in jeder Lebenssituation ist der Kauf einer Immobilie die richtige Wahl.

saniertes mehrfamilienhaus aus den siebziger jahrenGerade in der aktuellen Niedrigzinsphase denken immer mehr Menschen darüber nach, Wohneigentum zu erwerben. Zumal die Eigentümerquote in Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland deutlich niedriger ist, ist dieser Nachholbedarf auch nicht verwunderlich. Da aber viele das zur Finanzierung dennoch notwendige Eigenkapital nicht aufbringen können, erlebt ein Finanzierungsmodell, das bereits in den 1970er-Jahren en vogue war, eine Renaissance. Die Rede ist vom Mietkauf, denn dieses von vielen Immobilienunternehmen angepriesene Konzept ermöglicht den Erwerb von Wohneigentum in der Regel ganz ohne Eigenkapital. Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist aber mit Vorsicht zu genießen, sodass eine dementsprechende Abwägung von Vor- und Nachteilen unerlässlich ist, um den finanziellen Schiffbruch zu vermeiden.

Stilleben mit Taschenrechner, Brille und BleistiftKaufen statt mieten ist ein Motto, was jungen Menschen schon seit einer Weile das Wohnen in den eigenen vier Wänden schmackhaft machen soll. Tatsächlich entscheiden sich die meisten Menschen im Alter zwischen 27 und 42 Jahren für den Schritt zum Wohneigentum.

Der Haken: Die meisten jungen Menschen werden wohl kaum über genug finanzielle Mittel verfügen, um sich in frühen Jahren schon Eigentum zu schaffen. Doch ein frühes Starten macht sich in jedem Fall bezahlt. Zumindest in der Theorie.

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