Was viele Vermieter nicht wissen: Ist der Mieter mit den Mietzahlungen im Rückstand, dürfen sie für die rückständige Miete Zinsen verlangen. Viele Vermieter machen von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch und sie verschenken damit viel Geld. Denn nach dem Gesetz oder dem Mietvertrag ist die Fälligkeit der Miete nach dem Kalender bestimmt, weshalb ein Mieter somit automatisch in Verzug gerät, eine vorherige Abmahnung ist nicht notwendig.

§ 286 Verzug des Schuldners

(1) Leistet der Schuldner auf eine Mahnung des Gläubigers nicht, die nach dem Eintritt der Fälligkeit erfolgt, so kommt er durch die Mahnung in Verzug. Der Mahnung stehen die Erhebung der Klage auf die Leistung sowie die Zustellung eines Mahnbescheids im Mahnverfahren gleich.
(2) Der Mahnung bedarf es nicht, wenn
1. für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist, ...

Die Verzugszinsen betragen 5 Prozentpunkte über dem jeweils aktuellen Basiszins, der zum 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres angepasst wird. Der Basiszins wird von der Deutschen Bundesbank unter www.bundesbank.de veröffentlicht.

So rechnen sie als Vermieter

zinsformelDer Mieter schuldet seit dem 06. Juli 16 (4. Werktag unter Berücksichtigung des Samstags) 1500 EUR Miete, die er am 28. September zahlt.
Basiszinssatz vom 06.07.16 bis 28.09.2016: - 0,88 % | 5% minus 0,88% = 4,12% Zinsen über dem Basiszinssatz
Aufgelaufene Tage 85 Tage, Basistage 366 (Schaltjahr).

Nach der Zinsformel schuldet der Mieter 14,35 EUR an Zinsen. Notorische "Zuspätzahler" können so vielleicht auf die Einhaltung der Zahlungsfrist achten.

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