Auch die Sach- und Arbeitsleistungen des Eigentümers zählen zu den umlagefähigen Betriebskosten. Der Vermieter kann diese Kosten mit dem Betrag ansetzen, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten, insbesondere eines Unternehmers, angesetzt werden könnte. Als Vermieter dürfen sie jedoch keine Mehrwertsteuer berechnen.

 

So ermitteln sie die Sach- und Arbeitsleistungen

Herr Wunderlich ist Eigentümer eines Mehrparteienhauses, in dem er mit seiner Familie auch selbst wohnt. Hinter dem Haus befindet sich ein Garten, der von allen Mietparteien genutzt wird. Zur Pflege der Grünanlage hat Herr Wunderlich anhand eines detaillierten Leistungsverzeichnisses zwei Angebote von Landschaftsgärtnern eingeholt, die Kosten waren nicht unerheblich. Deshalb beschloss Herr Wunderlich, die Arbeiten selbst durchzuführen. Damit er seine eigene Arbeitsleistung in der Nebenkostenabrechnung ansetzen kann, notiert er sich genau seine geleisteten Arbeitsstunden und setzt diese mit dem Gärtnergehilfen-Stundenlohn des günstigeren Angebotes ohne die aufgeschlagene Mehrwertsteuer an.

Neben der Arbeitsleistung kann Herr Wunderlich auch die für die Pflege des Gartens aufgewendeten Materialien, zum Beispiel Dünger, Ersatzpflanzen oder auch den Sand für den Kinderspielplatz auf seine Mieter umlegen. Hierzu sammelt er alle Belege, die ihm in Zusammenhang mit der gärtnerischen Pflege des Gartens entstanden sind und setzt diese ebenfalls in der Betriebskostenabrechnung an.

Als Vermieter sollten sie dabei immer an das Wirtschaftlichkeitsgebot des § 556 Abs. 3 BGB denken. Egal ob es sich um die Treppenhausreinigung oder die Pflege des gemeinschaftlichen Gartens handelt: Weit über das normale Maß hinausgehende Arbeiten müssen ihre Mieter nicht hinnehmen.

§ 1 BetrKV -Betriebskosten (1) ... Sach- und Arbeitsleistungen des Eigentümers dürfen mit dem Betrag angesetzt werden, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten, insbesondere eines Unternehmers, angesetzt werden könnte; die Umsatzsteuer des Dritten darf nicht angesetzt werden.

 

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