Familie sitzt an einem TischVon Nachbarn und Vermietern sind Kinder oft gefürchtet; entsprechend finden Familien mit Kindern oft nur schwerlich eine neue Wohnung. Immer wieder enden Streitigkeiten um Kinderlärm oder von Kindern verursachte Schäden vor Gericht. Auch was Kinder auf dem Grundstück dürfen und was nicht, ist für Vermieter und Familien gleichermaßen nicht immer klar.

Kinderlärm ist kein Mietminderungsgrund

Grundsätzlich haben Kinder in der Mietwohnung die gleichen Rechte wie die Eltern. Hierzu gehört zum Beispiel auch der Besitz eines eigenen Wohnungsschlüssels. Auch wenn Kinderlärm von der Lautstärke her Dezibel im Bereich von Fluglärm erreichen kann, gehört er zum natürlichen Verhalten von Kindern dazu und muss im normalen Rahmen von Nachbarn hingenommen werden (AG Bergisch-Gladbach, WM 83, S. 236; AG Aachen, WM 75, S. 38). Kinder dürfen in der Wohnung spielen, lebhaft sein und ihren Bewegungsdrang ausleben. Ebenso ist es erlaubt, dass Freunde zum Spielen mit nach Hause gebracht werden.

Wenn der Mieter einer Wohnung stirbt, stellen sich für den Vermieter der Wohnung viele Fragen. Wie geht es weiter? Gibt es Erben? Wenn der Verstorbene keine eintrittsberechtigten Personen hinterlässt (Angehörige, die mit ihm zusammen wohnten oder Mitmieter), können sich ernsthafte Schwierigkeiten ergeben. Vor allem will der Vermieter Mietausfälle vermeiden und so schnell wie möglich wieder Zugriff zur Wohnung bekommen. Viele Probleme können jedoch schon bei Vertragsabschluss durch eine Regelung vermieden werden, dass der Mietvertrag spätestens mit dem Tod des Mieters endet. Ansonsten gilt es für den Vermieter herauszufinden, ob es Erben gibt. Wenn ja, kommt es für die weiteren Fragen im Wesentlichen darauf an, ob diese Erbberechtigten die Erbschaft annehmen oder ausschlagen.

§ 562 Abs. 1 BGB begründet das Recht des Vermieters, ein Pfandrecht an den Gegenständen auszuüben, die der Mieter während der Mietzeit in die Mieträume eingebracht hat. Dieses Pfandrecht darf für die Forderungen ausgeübt werden, die aus dem Mietverhältnis entstanden sind. Nicht unter das Pfandrecht fallen unpfändbare Sachen. Welche dies sind, ist in den §§ 811, 811c, 812 ZPO geregelt (im Allgemeinen sind dies die zum Leben und zur Berufsausübung notwendigen Gegenstände).

Seite 5 von 7

| Der Mietvertrag

Kostenloser Newsletter

Einmal monatlich 3 knackige Infos zum Mietrecht | E-Mail-Adresse eingeben und fertig.

Amazon Werbung

vermietungundmieterhoehung

Amazon: Vermietung & Mieterhöhung - Wegweiser zu Ihrem Erfolg

Bestseller Nr. 1 in Vermieten

Dieser Ratgeber hilft mit umfassenden Informationen und praktischen Tipps, die Vermietung professionell anzupacken. Er führt verständlich in die praxisrelevanten Grundlagen des Mietrechtes ein und leitet daraus strategische Empfehlungen ab.

  • Anwaltsgeprüfter Mustermietvertrag und zahlreiche Mustertexte für die praktische Umsetzung
  • Strategien für die richtige Mieterauswahl
  • Muster für professionelle Nebenkostenabrechnung
  • Mieterhöhungen durchsetzen & Mietminderungen abwehren
  • Entschärfung von Konfliktherden mit Mietern
Zum Seitenanfang