So mancher Mieter oder Eigentümer ist überrascht, wenn er nach einem eingetretenen Sachschaden weitaus weniger Schadensersatz erhält, als gedacht. Er oder sie hat dann Bekanntschaft mit dem Zeitwert gemacht. Unter dem Zeitwert einer Sache versteht man den Marktwert (Verkaufswert), den der Gegenstand unmittelbar vor der Beschädigung oder Zerstörung hatte. Der Zeitwert ergibt sich aus dem Neuwert und der Lebensdauer des Gegenstandes.

Ein Beispiel zur Berechnung des Zeitwertes

Ein Teppichboden kostete bei Neuanschaffung 1.500,00 Euro und hat bei einer durchschnittlichen Güte eine 10-jährige Lebensdauer. Wird der Belag nun nach 8 Jahren zerstört, ergibt sich ein Zeitwert in Höhe von 300,00 Euro (1.500 / 10 * Restlebensdauer von 2 Jahren). Eine große Rolle spielt die Brechnung des Zeitwertes bei der Wohnungsabnahme einer vermieteten Wohnung. Streitpunkt ist hier oft der Zustand des Bodenbelages bei Wohnungsübergabe oder -rücknahme.

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