Von einer Warmmiete wird gesprochen, wenn sämtliche Kosten - insbesondere für das Heizen - bereits in der Miete enthalten sind: Heizung, Abwasser, Müllgebühren und so weiter. Der Vorteil liegt für den Mieter auf der Hand: Er weiß genau, was er zu zahlen hat und kann im Voraus planen. Für den Vermieter ist diese Regelung allerdings mit Nachteilen verbunden: Steigende Verbrauchskosten sind nicht ohne Weiteres an den Mieter abzugeben. Auch wird dem Mieter die Möglichkeit gegeben, auf Kosten des Vermieters verschwenderisch beispielsweise mit dem Heizen umzugehen. Allerdings ist zu beachten, dass nach der Heizkostenverordnung eine Warmmiete (in Bezug auf die Heizkosten) nur in Ausnahmefällen zulässig ist (beispielsweise bei zeitlichen Befristungen).

Weist eine gemietete Wohnung eine Wohnfläche auf, die mehr als 10 % unter der im Mietvertrag angegebenen Fläche liegt, stellt dieser Umstand grundsätzlich einen
Mangel der Mietsache im Sinne des § 536 Abs. 1 Satz 1 BGB dar, der den Mieter zur Minderung der Miete berechtigt.

Einer zusätzlichen Begründung des Mieters gegenüber dem Vermieter, daß infolge der Flächendifferenz die Tauglichkeit der Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch gemindert ist, bedarf es nicht.

  • Die Miete kann für die Zukunft entsprechend der Wohnflächenabweichung gemindert werden,
  • die in der Vergangenheit zu viel gezahlte Miete kann rückwirkend bis zu drei Jahren vom Vermieter zurück verlangt werden,
  • der Mieter hat Anspruch auf anteilige Rückerstattung der Mietkaution.

BGH, Urteil vom 24. März 2004 - VIII ZR 295/03

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