Eine Mieterhöhung mit Berufung auf die Vergleichsmiete liegt vor, wenn ein Vermieter sich bei der Mieterhöhung auf die Mieten vergleichbarer Wohnungen in der Stadt oder Gemeinde in der die Wohnung liegt, bezieht. Hiebei kann ein Vermieter sich auf einen Mietspiegel, die Angabe von Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten beziehen. Die gesetzlichen Regelungen finden sich in § 558 BGB Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Man achte auf das Wörtchen "bis", eine Mieterhöhung über die Vergleichsmiete ist nämlich nicht erlaubt. Betriebskosten bleiben dabei ausser Betracht, relevant ist nur die Kaltmiete.

Ein BEISPIEL: Eine Mieterin zahlt für ihre Wohnung 7,00 Euro pro qm ohne Heiz- und Betriebskosten. Der Mietspiegel der Gemeinde weist für diese Wohnung eine Mietspanne von 7,20 bis 7,50 EUR aus. Die Miete darf höchstens um 0,50 Euro pro qm erhöht werden, sonst würde die ortsübliche Vergleichsmiete überschritten.

Neben dem Vergleichsmietensystem und der Indexmiete gibt es den sogenannten Staffelmietvertrag (§ 557a BGB "Staffelmiete"). Hierbei können Vermieter und Mieter die Mieterhöhungen bereits vorher durch schriftliche Vereinbarung festlegen, so dass für beide Seiten die künftige Mietentwicklung überschaubar wird. Die Mieterhöhungen erfolgen gestaffelt; das komplizierte Mieterhöhungsverfahren nach dem Vergleichsmietensystem entfällt. Für eine wasserdichte Ausgestaltung sind jedoch einige gesetzliche Vorschriften vom Vermieter zu beachten.

 

Neben der Vergleichsmieterhöhung und der Staffelmieterhöhung haben Mieter und Vermieter die Möglichkeit, schriftlich eine Indexmiete zu vereinbaren (§ 557b BGB). Die Mietzinsentwicklung richtet sich dann nach den Preisindexes für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland, die vom Statistischen Bundesamt jährlich festgestellt wird. Hierbei müssen Mieter und Vermieter jedoch einige Formalien und gesetzlichen Vorgaben beachten, damit die Vereinbarung rechtlich Bestand hat.

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