Der Vermieter kann die Kosten der Gartenpflege auf den Mieter umlegen, dies gilt auch dann, wenn ein Mieter den Garten nicht nutzen kann. Eine gepflegte (gemeinschaftliche) Gartenfläche verschönert ein Wohnanwesen insgesamt und ist daher grundsätzl ich geeignet, die Wohn- und Lebensqualität zu verbessern. Diese gesteigerte Wohnqualität wird auch Mietern zuteil, die den Garten nicht nutzen oder nutzen können. Eine gepflegte Gartenfläche kommt ihnen zugute, während ein vernachlässigter Garten den Gesamteindruck eines Wohnanwesens beeinträchtigt und damit auch den Wohnwert für die im Wohnanwesen lebenden Mieter herabsetzt.

Anders hingegen verhält es sich bei Gartenflächen, die dem Vermieter oder anderen Mietern zur alleinigen Nutzung überlassen sind. An den Kosten für die Pflege solcher Gartenanteile dürfen die "ausgeschlossenen" Mieter nicht beteiligt werden (BGH, Urteil vom 26. Mai 2004, Az. VIII ZR 135/03).

Zu den Kosten der Gartenpflege gehören auch die Eigenleistungen des Vermieters oder seines Personals.

 

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